Falsch Reihenfolge - erst kommt "der Weg nach Choquequirao. .."
Falls jemand mit überschwänglichen Gefühlsäusserungen der westfälischen Art Probleme hat, der sollte nun lieber nicht weiter lesen:
Vor fünf Jahren haben wir einen Artikel über Choquequirao gelesen und später noch einen Bericht gesehen und wollten seitdem diese Inkastadt besuchen. Von der Zugänglichkeit das Gegenteil von Machu Pichu, ist Choquequirao nur in zwei Tagen zu erwandern. Entsprechend sind hier - noch nicht - 2000 Touristen am Tag zu erwarten.
Schon von weitem sehen wir die Terassenanlagen der Südseite und wandern um so motivierter die letzte Stunde bis zum Zeltplatz, der ebenfalls auf Terassen im "Stadtgebiet" plaziert ist. Am nächsten Morgen steigen wir zu den Terassen eine Weile ab und können die große Anlage drei Stunden alleine erkunden. Fantastisch! Da viele Teile noch nicht von den Pflanzen befreit sind und niemand sonst hier mit einer Kamera rumlungert, kommen Entdeckergefühle auf. Wir gehen viele der Treppen und Kanäle ab, finden den Weg zu einem Wasserfall und genießen immer wieder Ausblicke ins Apurimac-Tal. Den kreisenden Kondor will ich hier lieber unterschlagen.
Am Nachmittag steigen wir zu den Hauptbereichen der Stadt auf, die sich über weite Flächen verteilen. Tief bestürzt stellen wir fest, das noch drei weiter Touristen die Ruinen besichtigen. Also geht es zunächst schnell wieder runter, diesmal zu den westlichen Terassen, die sich lamageschmückt in der Nachmittagssonne in Szene setzen. Aufmerksamkeit erheischend blühen auch noch Orchideen nebenan. Als wir wieder hoch kommen, verzieht sich die lästige andere Gruppe, so dass wir ungestört die Gebäude am Hauptplatz erkunden können. Das Ganze ist einfach überragend für uns. Erst in der Dämmerung gehen wir zurück zu den Zelten.
Und haben tagsdrauf nochmals viel Zeit für den oberen Bereich mit Häusern der Inka-upperclass, einem mächtigen Brunnen, der in breiten Stufen zum Hauptplatz führt und beeindruckenden Ausblicken auf weite Teile der Stadt und die Landschaft.
Dem Hauptkanal den Berg hoch folgend verlassen wir Choquequirao und sind sehr glücklich, dass wir unseren lang gehgten Wunsch realisieren konnten.
- Daniel -
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