Der zweite Teil unsere Ökotourismustour ging dann von der unerträglichen Hitze des Regenwalds in die genauso unerträgliche Hitze der Sumpflandschaft der Pampa. Hier durften wir uns aber in ein Boot setzen, mit dem wir den Fluß Yacuma entlang gefahren sind. Schon nach kurzer Zeit haben wir die ersten Kaimane und Schildkröten am Ufer und im Wasser gesehen und in den Bäumen flatterten urtümliche Vögel. Es folgten verschiedene Reiher, ein pinker Löffler und Wasserschweine. In den höheren Bäumen am Ufer waren Brüllaffen und blaue Aras zu sehen. Am nächsten Tag machten wir uns früh auf, um kleine Affen (Squirrel Monkeys) zu suchen. Nach kurzer Zeit fanden wir eine Horde in einem Baum am Ufer und konnten sie eine ganze Weile beobachten. Nach dem Frühstück fuhren wir wieder mit dem Boot zu einem Sumpfgebiet, um nach der Anakonda zu suchen. Mit Gummistiefeln und einem Stock ausgestattet stapften wir in der Hitze durch den stinkenden - aber blühenden - Matsch. Nach etwa einer Stunde rief einer aus der Gruppe, dass er die Schlange gefunden hatte. Als wir an der Stelle ankamen, hatte sie sich bis auf einen Meter in den Schlamm eingegraben, was wahrscheinlich der Hälfte der gesamten Länge entsprach. Zurück im Boot machten wir uns auf den Rückweg, nicht ohne noch einige Piranhas zu angeln. Nach dem Mittagessen mussten wir uns sputen, um rechtzeitig in Rurrenabaque für den Flug nach Santa Cruz zu sein. Trotz plattem Reifen kamen wir am winzigen Flugplatz an, der, wenn man an der alten Schotterpiste vorbei ist, jetzt auch eine asphaltierte Startbahn hat. Mit einer kleinen Propellermaschine wurden wir wieder auf 4000 m nach La Paz gebracht, wo wir den Anschluss nach Santa Cruz bekamen, Ausgangspunkt zu den Jesuitenmissionen im Urwald der Chiquitania.
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