Samstag, 29. November 2014

Ice Age

Unser nächster Gletscher war der Perito Moreno in der Nähe von El Calafate. Wir haben die gewalte Gletscherkante erst vom Ufer gegenüber gesehen und das Knacken und Krachen des Eises gehört. Mit einem Boot sind wir an den Gletscher gefahren und dann ein Stück drauf gelaufen. Zum Schluss gab es noch einen Whisky auf frisch geschlagenem Gletschereis mit den Deutschen und Schweden in der Gruppe.

Der Berg ruft

Da plant unsere Reisegruppe einen Tag Pause bei Kaffee und Kuchen und dann das.
Das Wetter ist am Morgen nach unserem Mitfahrmarathon gnadenlos. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und schon aus der Stadt lässt sich der sonst gerne wolkenumhüllte Fitz Roy (der Berg, nicht der Kapitän) sehen. Keine Chance - wir müssen los.
Drei Tage tummeln wir uns im Nationalpark und haben jeden Tag prima Wetter, sehen auch noch den Berg Torre, der sonst noch schüchterner als sein Kollege ist.
Und unser Supermarktzelt trotzt sogar der windigsten Nacht unseres Lebens. So richtig viel Schlaf finden wir da zwar nicht*, aber es hält.
Am nächsten Morgen bläst der Wind dann oben am Berg, und einige Böen wirbeln uns Steinchen und Rucksackschnallen ins Gesicht und reißen uns fast von den Beinen. Dafür werden wir mit einem Gletschersee vor dem Fitz Roy belohnt.

- Daniel -

* Um die Geräuschkulisse zu simulieren,  muß ein lautes unregelmäßiges Huuuu - Geräusch gemacht und dabei mit einer mitteldicken Plastiktüte gerascheln werden. Von 21 - 4 Uhr so halten - fertig.

Montag, 24. November 2014

Die Ruta 40 zurück nach Chaltén

Als wir im Chile Chico ankamen, war die Grenze nach Argentinien schon geschlossen,  also ging es erst am nächsten Tag weiter. Die beiden Ranger Fahrer holten uns tatsächlich am nächsten Morgen auch ab und wir fuhren nach Argentinien. Dort trennten sich unsere Wege, da sie nach Norden und wir nach Süden mussten. Wir stellten uns an die Straße und bald auch fest, daß auf der argentinischen Ruta 40 nicht viele Autos fuhren. Mit viel Glück und Zeit wurden wir von einer Argentinierin, zwei Deutschen und zwei Engländern 600 km Richtung Süden zur Kreuzung nach El Chaltén gebracht. Dort tat sich dann erstmal nichts. Wir rechneten um viertel nach neun nicht mehr damit, die letzten 90 km noch zu schaffen, aber als wir anfingen das Zelt am Straßenrand aufzubauen, hielten noch zwei Argentinier, die zum Partymachen nach El Chaltén fuhren. Super gelaufen.

Samstag, 22. November 2014

Chaos chileno

Nachdem es erst ganz gut aussah mit unserer Fahrt über den Lago O'Higgins, verschlechterte sich die Lage im Laufe des Tages zunehmend.  Erst hieß es, dass das Boot wegen schlechten Wetters nicht fahren würde,  dann wurde uns gesagt, dass es mit 15 Personen voll sei, letztlich war es mit 19 Personen voll, aber ohne uns. Auch unser Gang zur Polizei,  um zu erfahren,  ob die zulässige Personenzahl nicht erhöht werden könnte,  half nichts,  auch nicht unser Gespräch mit dem Kapitän. Schön auch,  dass zwei Touristen,  denen wir auf dem Weg noch den Tip gegeben hatten, vor Samstag in Villa O'Higgins zu sein, es auf das Boot geschafft haben. Na ja, es war ein Chaos aus widersprüchlichen Auskünften, bei dem wir am Ende den Kürzeren gezogen haben. Wir haben uns entschieden, ein Stück zum nächsten Grenzübergang nach Argentinien in Chile Chico zurückzufahren und nicht auf die nächste Überfahrt zu warten, die vielleicht am Montag oder Mittwoch oder vielleicht überhaupt nicht nächste Woche stattfindet. Glücklicherweise hat ein Touristenbusfahrer uns mitgenommen, die Möglichkeiten wieder wegzukommen waren nämlich fast null, wenn wir nicht zwei Tage gewartet hätten. Auf der Fähre über einen Fjord haben wir dann den Fahrer eines Ford Ranger angesprochen,  und tatsächlich fuhr er nach Argentinien und nahm uns mit. Wir waren sehr erleichtert,  da kaum Autos auf der Strecke unterwegs sind. Und dazu war es auch noch viel bequemer und schneller als mit dem Bus. Nach dem nervigen Tag in Villa O'Higgins war es sehr schön auf so nette und hilfsbereite Menschen zu treffen. Außerdem war die Fahrt nach Chile Chico landschaftlich spektakulär. Nachdem man von der Carretera Austral abgebogen ist, geht die Straße lange am riesigen Lago General Carrera vorbei mit schneebedeckten Bergen im Hintergrund und Kuhherden auf der Straße.

Freitag, 21. November 2014

Das Ende der Straße

Wir haben das letzte Stück der Carretera Austral zurückgelegt und sind nach 1240 m Schotterpiste in Villa O'Higgins angekommen. Hier endet die Straße Richtung Süden auf der chilenischen Seite,  danach kommen die südlichen Eisfelder. Bis jetzt ist unklar, ob wir morgen eine Fähre über den Lago O'Higgins bekommen, da eine von beiden Fähren kaputt ist und der Kapitän der anderen noch nicht entschieden hat, ob er morgen fährt. Es bleibt spannend, ob wir diesen Weg zum Fitz Roy Massiv nehmen können.

Mittwoch, 19. November 2014

Alles

...bekommt man im tollen Laden am Ende der Welt.
Wir haben hier lediglich Isomatten und ein Zelt gekauft, aber neben Eisenwaren, Kettensägen und Betonmischern, bekommt man auch ein Joch, Schusswaffen oder Sättel.
- Daniel -

Cochrane

Unseren Tag in Cochrane haben wir genutzt, um in den Nationalpark Tamango zu gehen. Was eine drei Stunden Wanderung sein sollte, wurde dann doch sieben Stunden. Das Gelände war stellenweise auch anspruchsvoller als gedacht. Es hat sich aber gelohnt, vor allem als mittags noch die Sonne rauskam. Wir haben einen Specht und Forellen gesehen, das seltene Reh Huemules, das hier vorkommt, aber nicht.

Dienstag, 18. November 2014

Auf der Carretera Austral

Wir haben den Bus nach Cochrane bekommen und sind 7 Stunden auf der Carretera Austral weiter Richtung Süden gekommen vorbei an tollen Gebirgslandschaften und Seen. Übermorgen nehmen wir den Bus,  um das letzte Stück der Carretera Austral zurückzulegen,  und hoffen, dass wir von dort nach Argentinien kommen.