... hieß es zunächst als wir nach 5 Stunden Busfahrt in Concepcion in der Region Chiquitania ankamen. Das örtliche Weltkulturerbe, die Jesuitenkirche, war genauso geschlossen wie das dazugehörige Museum, weil sonntags nur vormittags geöffnet ist. Wir schauten uns die Kirche mit ihren riesigen geschnitzten Holzsäulen von außen an und suchten uns ein Zimmer. Gegen Abend ließ die Hitze nach und die Kirche war für den Gottesdienst geöffnet. Am nächsten Morgen kamen wir dann in das Museum, das über die Geschichte der Missionsarbeit der Jesuiten im 17. Jahrhundert und die Renovierung der Kirchen in den 70er bis 90er Jahren informierte. Außerdem wurden Holzinstrumente gezeigt, die in Concepcion hergestellt wurden, da die Jesuiten mit den Einheimischen musizierten. Wir fuhren dann weiter nach San Javier, wo es ebenfalls eine Missionskirche gibt, die zwar ähnlich gebaut ist wie die in Concepcion, innen aber komplett ausgemalt ist. Die angeschlossenen Klöster werden heute von Franziskanern bewohnt, da der spanische König alle Jesuiten im 18. Jahrhundert aus Südamerika vertrieb, was für die Bevölkerung eine ziemliche Katastrophe war, da die Jesuiten sie vor der Sklaverei bewahrten. Die Mönche in Concepcion kommen aus Bayern. Bei unserer Abfahrt sahen wir noch zwei Mennoniten, eine deutschsprachige abgekapselte Religionsgemeinschaft, die ohne moderne Technik in der Chiquitania lebt.
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