... oder Colectivo oder Taxi oder Mototaxi - meist eine Sache für sich.
- Während es in Ecuador meist nur einen oder je nach Zielort vielleicht zwei Busbahnhöfe gibt, machen es die Peruaner aufregender. Jede Gesellschaft unterhält eine eigene Abfahrtgarage, häufig gibt es Ballungen in einigen Straßen, aber nicht immer. Preise oder Abfahrtzeiten zu vergleichen, kann da schnell einen halben Tag füllen.
- Besonders in Ecuador war es üblich, das verschiedene Händler die Fahrt äußerst kurzweilig erscheinen ließen. Manche boten nur kleine Snacks an (Foto), andere hatten Ernährungsratgeberbüchet, die sie ungefragt verteilten, damit man sich schon mal an das Produkt gewöhnen konnte. Wieder andere boten in langen Vorträgen Wundermittel an, die Diabetes, Potenzstörungen, Menstruationsbeschwerden und sonstige Übel der Menschheit auf einen Schlag in den Griff bekommen.
- In Peru haben wir nun auch Nachtbusse kennengelernt, die zum Teil über reichlich Komfort verfügen. Einzig die TV- und Musikbedudelung ist etwas unangenehm. Gerne wird zum Einschlafen auch noch ein Horrorschocker gezeigt oder in voller Lautstärke "lady in red" ins Gehör gezimmert.
- Kleine Büschen (Colectivos) bedienen hier eher die Kurzstrecke. Auf 15 reguläre Plätze passen 20 Erwachsene, 2 Kinder, ein Baby, zwei Sack Mais und diverse Taschen und Eimer. Dazu kommen ggf. noch jede Menge richtiges Gepäck, mehr Mais, Heu, Kartoffeln und lebende Hühner auf dem Dach.
Um die klappernden Wagen auch richtig voll zu kriegen, hängt ein Schaffner meist aus dem Fenster oder der Tür und verkündet in einer geheimnisvollen Sprache die Fahrziele - jedenfalls verstehen wir das nur eingeschränkt. Es kann auch passieren, dass man an der Straße steht und der Schaffner (cobrador) dank seiner übersinnlichen Fähigkeiten direkt weiß, dass man zum Tempel XY oder so will und einem das an den Kopf schleudert.
Städtische Busse und Colectivos halten überall - je nach Wunsch der Passagiere - und übersteigen nur selten die 0,5 € Fahrpreismarke. Will man mitfahren und die übersinnlichen Kräfte haben gerade Siesta, muss man sehr deutlich winken. Oder 3 Minuten auf den nächsten Wagen warten.
- Taxifahren ist in Peru meist angenehm und nicht teuer, wobei wir wahrscheinlich in der Regel das Doppelte vom nötigen Preis bezahlen. Aber immerhin zahlen wir nicht das Dreifache - glauben wir.
- Daniel -
Horrorschocker zeigen sie übrigens in Argentinien im Bus gern auch zum Kaffee für die ganze Familie...
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