Samstag, 4. Oktober 2014

8 Millionen

...sollen seit dem 16. Jahrhundert in den Minen des Cerro Rico (reicher Berg) umgekommen sein. Die Arbeitsbedingungen heute sind zwar etwas besser als in den ersten Jahrhunderten (36 Stundenschichten und bereits nach 6 - 9 Monaten verstarben die Arbeiter), aber immernoch katastrophal.  Miñeros haben heute eine Lebenserwartung von 35 - 45 Jahren.
Der Berg hat zwischen 1554 und 1825 Spanien und Potosí reich gemacht. 46.000 Tonnen Silber sollen gefördert worden sein. Damit die Zwangsarbeiter einst länger arbeiten konnten, gestattete die katholische Kirche den zunächst verteufelten Konsum der Kokablätter wieder, die auch jetzt noch von fast jedem Minenarbeiter, die heute im lochrigen Berg Zinn und Zink fördern, permanent gekaut werden.
Das Potosí früher die reichste und größte Stadt der Welt war, lässt sich heute nicht direkt erkennen, zu verfallen sind die meisten Gebäude. Jedoch zeugen noch einige Kirchen und auch die casa de  moneda, die Münze, davon.
Was sich die Stadt nicht so leicht nehmen lässt,  ist der Titel, mit 4060 Metern die höchste der Welt zu sein.
Im Auftrag des Geschichtslehrerverbandes
- Daniel -

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