Frisch ist anders.
Nach einer unruhigen Nachtfahrt, die Argentinierin ansich schwatzt auch schonmal gern um 2 Uhr Nachts mit der Nachbarin, kommen wir in Mendoza an, das sich auf einen heißen Frühlingstag vorbereitet. 36° ist auch für diese Region keine normale Temperatur.
Was also tun? Unsere clevere Reisegruppe entscheidet sich mit größter Weisheit für einen Gegenangriff: leichte Bewegung und Flüssigkeitszufuhr. Radtour und Weinproben. Immerhin liegt Mendoza ja Mitten im Kerngebiet des Weinanbaus Argentiniens.
Um die Mittagshitze in ihre Schranken zu weisen, starten wir mit den klapprigen Rädern gegen 12 Uhr im Vorort Maípu und lassen es erstmal ruhig mit einer Olivenöl-Probe und einem Empanadaessen mit Malbec angehen. So gestärkt sind die paar Kilometer zum Weingut Mevi ein Katzensprung. Leider ist die Qualität der dortigen Weine gar nicht entsprechend des Rufes, den das Land zu verteidigen hat, und so sind wir gezwungen weiter über schattenlose, staubige Straßen zum Weingut Di Tommaso zu strampeln. Die wissen zum Glück wie man keltert und wir erfahren auch noch, wie die Bewässerung der riesigen Anbaugebiete in einer Region mit 8 Regentagen im Jahr funktioniert. Nun schlauer und gut gestärkt bewältigen wir den Rückweg meisterhaft und überstehen schadlos die Hitze des Tages.
Weitere önologische Forschungsarbeiten erledigen wir gewissenhaft bei den kommenden Mahlzeiten und verlassen nach zwei Tagen Mendoza mit guten Eindrücken.
Über eine fantastische Route mit Andenüberquerung geht es nach Chile, das uns mit langatmigen ddr-inspirierten Grenz- und Zollkontrollen empfängt.
- Daniel -
Dienstag, 28. Oktober 2014
36°
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