Auch mit halben Gepäck kamen wir guter Dinge in Cuenca an. Ohne Reiseführer war die Hostalsuche - befreit. Es wurde das erste, das uns über den Weg lief. Eine freundliche Schlapphutoma stand in der Tür des Hostal Latina und überzeugte uns mit einem guten Preis-Leistungsangebot. Putzig wie wir sind, kamen wir auch gut bei der Oma an, sodass sie uns nach einer halben Stunde ein sagenhafes Upgrade angeboten hat.
Super! 50 m2 und Blick auf die Kathedrale.
Erst Nachts zeigte sich die boshafte Gesinnung der Dame. Sie muss ein Lärmjunkie sein.
Jedes Brett im alten Haus knarzt. Und das nicht zu knapp. Unweigerlich muss ich bei solchen Gegebenheiten Nachts austreten.
Vorsichtig setzte ich also meine Füße auf den Boden. Sebastian muss ja nicht wach werden. Nach 2 Sekunden hieß mein Ziel: das ganze Haus muß ja nicht wach werden. Alles schreit bei jedem Schritt.
Auf dem Rückweg nahm ich den kürzeren Weg zum Fußende des Bettes, aber Haus und Möbel stecken unter einer Decke! Und nebenan zog sich die Schlapphutoma sicherlich genüsslich die Geräusche rein. Das ist die schreckliche Fratze der Sucht.
Sichheitshalber habe ich heute den ganzen Tag nichts getrunken. Da wollen wir mal sehen wer am längeren Hebel sitzt.
- Daniel -
Scheinbar harmlose Bretter können nachts kafkaeskes Unwohlsein erzeugen.:
Knarrende Dielen an frischen Wandersocken - wunderschön!!
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